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Deutschordensburg Thorn

Thorn ( Toru`n PL) 

Thorn die Perle an der Weichsel. Thorn war das erste Ziel unserer Reise auf dem Weg in das Baltikum. Neben den Ordensburg ist Thorn auch die IMG 7904Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus. Nach Frauenburg ( Grabstätte) Allenstein  (Stätte der Arbeit und der Studien) schloß sich in  Thorn als Geburtsort der Kreis. An einem herrlichen Sommertag, mit dem Überschreiten der Brücke über die Weichsel, konnten wir das anmutige Panorama von Thorn bestaunen. Eine wunderschöne, restaurierte und  mittelalterliche Stadt mit besonderem Flair. Es bereitete sehr viel Freunde sich durch die Gassen und Gässchen zu schlengeln. Eine Stadt mit der Möglichkeit viel zu entdecken und die Leichtigkeit zu spüren. Über die gute Gastronomie und die Freundlichkeit seiner Bewohner braucht man ja nicht viele Worte verlieren;) Also unbedingt diese Stadt besuchen und die Burg unserer Altvorderen sowieso.

Michael P. von Pomerania Pomerania Adler

 

 

Thorn

Deutschordensburg Komturei

IMG 7903Thorn war bis weit in das 14. Jahrhundert hinein die reichste und mächtigste Stadt des Ordenslandes. Eine dementsprechend hohe Bedeutung hatte die Ordenskomturei, die sich am Weichselufer an der Nahtstelle zwischen der Thorner Alt-und Neustadt, befand. Die Anlage präsentiert sich heute weitgehend als Ruine, deren mauern aber noch bis zu mehreren Metern hoch emporragen. Der Burggrundriss ist mehrfach gebrochen und ähnelt einem Hufeisen. Nur auf der der Weichsel zugewandten Südseite steht ein gerader durchlaufender großer Hauptflügel mit einer Länge von 50 m, in dem zunächst alle für den Konvent notwendigen Räume untergebracht waren. In späteren Bauabschnitten entstanden entlang der inneren IMG 7807Ringmauer weitere Gebäude, das größte davon war der Ostflügel, der zwischen dem Hauptflügel und dem Dansker errichtet wurde. Die Verbindung zwischen den einzelnen Bauten und Räumen erfolgte durch einen Kreuzgang, dessen fein profilierte Arkarden im Erdgeschoss des Ostbaus noch in Resten erhalten sind. Inmitten des Hofes stand ein achteckiger Bergfried mit einem Durchmesser von 10 m, von dem noch die Grundmauern und größere Trümmerteile im Vorburgbereich zeugen. Der am besten erhaltene Bauteil ist der nach Westen vorgeschobene Danskerturm, der mit seinen hohen, spitzbogigen Arkarden über dem Mühlenbach errichtet wurde. Die Verbindung zur Kernburg erfolgte über einen gedeckten Gang, der auf zwei große Bögen ruht. An dieser noch unzerstörten Stelle der Burg kann man zahlreiche Elemente beobachten, die uns die hohe handwerkliche Qualität des Backsteinbaus um 1300 zeigen, etwa die Verwendung grün glasierter Backsteine, Zahnfriese und eine Reihe eleganter Giebelchen auf dem Verbindungsgang. Beachtenswert sind auch die erhaltenen Mauerteile der Vorburg. Nördlich des Haupthauses befindet sich ein Stück Vorburgmauer, das ganz aus Feldstein errichtet wurde. Es gilt als eines der ältesten , wenn nicht sogar als das älteste erhaltene Mauerstück im gesamten Ordensland ( um 1240/50). Daran anschließend folgt eines der äußeren Burgtore. Nicht versäumen sollte man einen Blick auf die östlich des Danskers verlaufende äußere Vorburgmauer mit noch hervorragend erhaltenen Zinnen und aufgeputzten Schilden. Nach Westen, zur Altstadt hin , hat sich noch der mächtige Graben erhalten, der die Burg und die beiden Städte voneinander trennte. Am Auslauf des Grabens zur Weichsel hin erhob sich über der südlichen Ringmauer ein Gebäude nicht mehr bekannter Funktion, die sog.`Stauwehr`, von der noch Spuren und Öffnungen im Mauerwerk zeugen. Daran anschließend befindet sich, schon auf der Seite der Altstadt , ein zinnenbekrönter Wachturm, der ursprünglich zur Burg gehörte.IMG 7897

1231 errichtete der Deutsche Orden eine erste hölzerne Burg etwa 6 km vom heutigen Standort entfernt. Nach 1236 verlegte man Burg und Stadt an die heutige Stelle, wo sich zuvor eine slawische Holz-Erde-Befestigung befunden hatte. Whäend des ersten prußischen Aufstands (1242-1249) war die Thorner Burg eine der wenigen Burgen des Ordens , die nicht von den Aufständischen genommen werden konnte. Bald danach begann der Ausbau in Stein. Der mächtige Südflügel an der Weichselfront und die in einem Hufeisen förmigen Grundriss folgende Ringmauer dürften in der Zeit um 1250 bis 1270 entstanden sein. 1255 deponierte Bischof Heinrich von Strittberg vor einer Reise wertvolle Bücher in der Thorner Burg. Für den Fall, dass er nicht mehr lebend zurückkehren sollte, ordnete Heinrich den Verkauf der Bücher an, dessen Erlös zum Bau eines Turmes oder von Mauern in der Burg verwendet werden sollte. Der Dansker entstand um 1300, bald danach errichtete man den achteckigen bergfried. Weitere Um-und Ausbaumaßnahmen an der Burg gab es bis Ende des 14. Jahrhunderts. 1410 wurde die Burg von polnischen Truppen besetzt und anschließend vom Deutschen Orden belagert. Am Beginn des 13-jährigen Kriegs eroberten bündische Truppen 1454 die Burg ,die man bald danach niederriss und sprengte. Nur der elegante IMG 7878Danskerturm mit dem zu ihm führende Verbindungsgang blieb unbeschädigt stehen. Die Stadt wollte sichergehen, dass sich kein Landesherr mehr in der Burg niederließ, um die freiheiten der Bürger zu beschränken. Die Kernburg lag als ein großer Trümmerhaufen 600 Jahre unberührt am Stadtrand und kam erst durch eine großflächige Grabung (1958-1965) wieder an das Tageslicht.Die trümmer liegen heute immer noch so im Vorburgbereich, wie sie bei der Sprengung um 1454 aus der Kernburg herausgeschleudert worden waren.

 

 

 

 

Zur Bildergalerie : http://www.deutschorden-kommende-sancta-maria.de/Deutschorden-Kommende-Sancta-Maria/index.php?view=category&catid=79&option=com_joomgallery&Itemid=32&lang=de

 

Quelle: Burgen im Ordensland, Christopher Herrmann ( Michael Imhof Verlag 2015)

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